Hallo Fans,
ich weiß, ich weiß, ich weiß – viel zu lange schon habe ich Euch meine hochphilosphischen Betrachtungen vorenthalten. Die Erklärung dafür: Wir waren im Menschenhimmel und mussten dort diejenigen bespaßen, die früher einen Hund hatten und sich jetzt nach hündischer Gesellschaft sehnen. Und da es im Menschenhimmel kein Internet gibt – die Menschen machen ja nur kompletten Unsinn mit dem Kram – war ich erst mal in der Versenkung, oder sollte ich sagen „Erhebung“, da ich ja nicht im Reiche meines Namensvetters weile, sondern in höheren Sphären?
Wir Hunde gehen viel verantwortungsvoller mit dem um, was die Menschen so sochell midia oder so ähnlich nennen. Ihr wisst schon: Fehsbuck, Twittah und Blocks, oder wie das Zeug heißt. Wir Hunde nutzen das Internet eben nicht nur dazu, uns über die Ausstattung gewisser Körperpartien zu unterhalten oder Schabernack zu treiben, no Ma’am und Sir!
Stattdessen widmen wir uns philosphischen Fragen: Was war zuerst da – der leckere Knochen oder das Schweinchen, das diesen in Selbstaufopferung liefert? Wer hat wen domestiziert – der Mensch den Hund oder war es eher umgekehrt? Wenn ich so an meine alte Familie denke, folge ich eher der Annahme, dass der Hund den Menschen „abgerichtet“ hat. Mein Frauchen zumindest hatte ich um meine kleine, wohlgestalte Pfote gewickelt. Und das ganz getreu dem ökonomischen Prinzip: Minimaler Input mit maximalem Output.
Da sollten doch auch mal die menschlichen Politiker dran denken. Und nicht irgendwelche mit sinnlosem Kram bedruckte Papierscheinchen in Massen herstellen und darauf vertrauen, dass die Menschen nicht erkennen, dass das Zeug im Grunde genommen nichts wert ist. Aber dazu hatte ich ja bereits in meiner Krötenlehre Stellung bezogen. Wir Hunde sind da doch erheblich cleverer: Frei nach dem mittelalterlichen Motto: Ein Knochen ist ein Knochen ist ein Knochen. Da gibt es nichts zu deuten, glasklarer Wert für glasklare Gegenleistung. Süß gucken, ein wenig traurig vielleicht und ein leicht schiefgelegter Kopf und schon fallen die Leckerchen wie im Schlaraffenland vor das zierliche Näschen
Na ja, aber bei den Menschen ist es halt so, dass die fest an ihre Papierfetzen glauben, auch wenn man die nicht essen kann. Kein Hund wäre so blöd, das muss ich an dieser Stelle einfach mal festhalten. Eine Steigerung sind ja die, die ein Stück Plastik haben und denken, dass ihnen damit die Welt gehört. Dabei merken sie gar nicht, dass ihre persönliche Knochenreserve nicht mehr ausreicht, um ihre Ausgaben zu decken. Pah, Menschen, sage ich da nur! Nun ja, es steht schon wieder ein drängeliger Drahthaarterrier hinter mit und will unbedingt das Terminal benutzen.
Daher sage ich für heute: Bleibt frisch, Freunde, Euer Pluto meldet sich bald wieder, versprochen.