Hallo Freunde,
bei uns zuhause dreht sich im Moment alles um Kröten. Hatte Euch ja schon berichtet, dass mein Frauchen in echt lächerlichem Fummel (Warnweste und Stirnlampe) durch die Nacht stapft. Na ja, vorgestern gab es mittags einen Film zum Thema – Kröten. Und gestern musste mein Frauchen zu einem Treffen. Ihr ahnt bestimmt schon, worum es dabei ging: Bingo!
Das hat mich dazu inspiriert, heute auch mal meine eigene Sicht zum Thema Kröten kundzutun. Allerdings nicht über Erdkröten oder anderes Kriechgetier, sondern über jene Kröten, die vom Geldbeutel über die Ladentheke wandern und mit denen man mehr oder weniger viele Schweineohren, Leberwurstportionen oder Pansensticks kaufen kann. Das Thema ist ganz aktuell, denn momentan ist ja weltweit die große Kröten-Krise!
Die stellt sich aus meiner Sicht so dar: Es gab einmal einen lebhaften Tauschhandel. Der eine hat Kühe gezüchtet, der andere hat Holzkarren gebaut. Auf dem Markt haben die dann ihre Waren gegeneinander getauscht. Das war natürlich ziemlich umständlich, denn so eine Kuh lässt sich ja nicht so leicht transportieren. Und was war, wenn einer nur ein Huhn zum Tausch hatte, der andere aber ein Pferd? Also hat man irgendwann mal einen handlichen Gegenstand ausgesucht, der dem Gegenwert der Waren entspricht. In der Hundewelt waren das Knochen. Das ging eine ganze Zeitlang gut. Dann kam einer auf die Idee, dass es reicht, ein Bild von einem Knochen auf ein Stück Papier zu bringen, und dass das zum Tauschen reicht. Voraussetzung dafür war, dass ebenso viele Knochen im Tresor lagen, wie Papierscheinchen mit Knochenbild ausgegeben wurden. Auch das ging eine ganze Zeitlang gut. Bis dann irgendeiner gemeint hat, man bräuchte die blöden Knochen gar nicht mehr, und alleine der Gedanke daran, dass die theoretisch existieren, würde reichen. So ein Quatsch. Das haben sich natürlich keine Hunde ausgedacht, sondern Menschen mit einem ganz komischen, grauen, schwarzen oder dunkelblauen Kunstfell, die in großen Betonkästen ohne Pinkelbaum und sonniges Ausruhplätzchen ihre Zeit verbringen.
Es kam wie es kommen musste: Diese Typen wollten immer mehr Scheinchen mit Knochenbildern drauf, und kannten dann keine Skrupel mehr. Der Knochenvorrat war längst verscherbelt. Und das war der Anfang der Krise. Viele Papierscheinchen, die nicht schmecken, wenige echte Knochen und viele arme Hunde, die jetzt auf Diät gesetzt werden, weil Herrchen und Frauchen unter der Knochenkrise leiden.
Meine Empfehlung: Lasst die ganzen Typen mit den faulen Knochenpapierchen mal zu uns kommen. Ganz in der Nähe von hier können sie dann bei der Krötenwanderung fein Erdkröten (tot und lebendig), Molche und Mäuse zählen. Mein Frauchen leiht ihnen bestimmt ihre Stirnlampe.
Bis bald
Euer Finanzexperte Pluto S.
