Archiv für März 2009

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Plutos kleine Kröten-Lehre

23. März 2009

Hallo Freunde,

bei uns zuhause dreht sich im Moment alles um Kröten. Hatte Euch ja schon berichtet, dass mein Frauchen in echt lächerlichem Fummel (Warnweste und Stirnlampe) durch die Nacht stapft. Na ja, vorgestern gab es mittags einen Film zum Thema – Kröten. Und gestern musste mein Frauchen zu einem Treffen. Ihr ahnt bestimmt schon, worum es dabei ging: Bingo!

Das hat mich dazu inspiriert, heute auch mal meine eigene Sicht zum Thema Kröten kundzutun. Allerdings nicht über Erdkröten oder anderes Kriechgetier, sondern über jene Kröten, die vom Geldbeutel über die Ladentheke wandern und mit denen man mehr oder weniger viele Schweineohren, Leberwurstportionen oder Pansensticks kaufen kann. Das Thema ist ganz aktuell, denn momentan ist ja weltweit die große Kröten-Krise!

Die stellt sich aus meiner Sicht so dar: Es gab einmal einen lebhaften Tauschhandel. Der eine hat Kühe gezüchtet, der andere hat Holzkarren gebaut. Auf dem Markt haben die dann ihre Waren gegeneinander getauscht. Das war natürlich ziemlich umständlich, denn so eine Kuh lässt sich ja nicht so leicht transportieren. Und was war, wenn einer nur ein Huhn zum Tausch hatte, der andere aber ein Pferd? Also hat man irgendwann mal einen handlichen Gegenstand ausgesucht, der dem Gegenwert der Waren entspricht. In der Hundewelt waren das Knochen. Das ging eine ganze Zeitlang gut. Dann kam einer auf die Idee, dass es reicht, ein Bild von einem Knochen auf ein Stück Papier zu bringen, und dass das zum Tauschen reicht. Voraussetzung dafür war, dass ebenso viele Knochen im Tresor lagen, wie Papierscheinchen mit Knochenbild ausgegeben wurden. Auch das ging eine ganze Zeitlang gut. Bis dann irgendeiner gemeint hat, man bräuchte die blöden Knochen gar nicht mehr, und alleine der Gedanke daran, dass die theoretisch existieren, würde reichen. So ein Quatsch. Das haben sich natürlich keine Hunde ausgedacht, sondern Menschen mit einem ganz komischen, grauen, schwarzen oder dunkelblauen Kunstfell, die in großen Betonkästen ohne Pinkelbaum und sonniges Ausruhplätzchen ihre Zeit verbringen.

Es kam wie es kommen musste: Diese Typen wollten immer mehr Scheinchen mit Knochenbildern drauf, und kannten dann keine Skrupel mehr. Der Knochenvorrat war längst verscherbelt. Und das war der Anfang der Krise. Viele Papierscheinchen, die nicht schmecken, wenige echte Knochen und viele arme Hunde, die jetzt auf Diät gesetzt werden, weil Herrchen und Frauchen unter der Knochenkrise leiden.

Meine Empfehlung: Lasst die ganzen Typen mit den faulen Knochenpapierchen mal zu uns kommen. Ganz in der Nähe von hier können sie dann bei der Krötenwanderung fein Erdkröten (tot und lebendig), Molche und Mäuse zählen. Mein Frauchen leiht ihnen bestimmt ihre Stirnlampe.

Bis bald
Euer Finanzexperte Pluto S.

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Sabuesos im Tierheim: Roberta sucht einen Platz auf dem Sofa

15. März 2009

Hallo Freunde,

heute Nachmittag habe ich so ein richtig schönes, gepflegtes Nachmittags-Schläfchen gemacht. in meinem toll nach Pluto-Aroma duftenden Körbchen. Auf einer weichen Decke. Ich träumte gerade von der jungen Hundedame, die in Bad Godesberg eine Nachricht für mich hinterlassen hatte. Wir trafen uns im Stadtpark. Ich hatte als Erkennungsmerkmal einen Leuchtanhänger am Halsband. Nicht besonders subtil, das gebe ich ja zu. Aber sehr wirkungsvoll! Nun, gerade als ich ein wundervolles Stimmchen hörte, das Hallo Pluto rief, PENG platzte die Stimme meines Herrchens dazwischen. “Der sieht ja genau so aus wie der Dicke”, sagte er. Ich war erst mal desorientiert. Hatte er ein Helmut-Kohl-Double im Internet gesehen? Oder die Zweitbesetzung für einen Otfried-Fischer-Film? Oder etwa einen neuen Kandidaten für das Traineramt von Bayer Leverkusen?

Als ich auf den Bildschirm schaute, merkte ich, was er meinte. Doch mit “der Dicke” hatte Herrchen keinen der oben genannten Herren gemeint, sondern MICH. Könnt Ihr Euch das vorstellen? Nur, weil meine Pfötchen ein bisschen größer sind als die anderer Hunde. Und mein fluffy-Fell ein bisschen aufträgt. Pah, Menschen!

Aber in einer Beziehung hatte er wirklich Recht: Der Kollege Sabueso auf dem Bild sah mir wirklich frappierend ähnlich. Elegante Statur, wundervolle, wie mit Kajal betonte Augen, ein schimmerndes Fell und vier schneeweiße Pfötchen – es war fast, als blickte ich in einen Spiegel. Beim zweiten Hinsehen – ich bin ja schließlich Kavalier – merkte ich dann aber doch, dass hier ein entscheidender Unterschied besteht: Denn der Sabueso im Tierheim Scooby in Spanien ist ein Mädel. Natürlich habe ich sofort mein Herz an sie verloren. Und mein Frauchen gleich mal ganz ungeduldig gefragt, warum sie nicht schon längst im Auto in Richtung Süden sitzt. Menschen! Da muss man so viel Geduld haben. Na ja, 1700 Kilometer sind viel, da kann man die Strecke nach Bonn und zurück gut 17 Mal fahren. Aber mal ehrlich: Ist das ein Grund? Na ja, Frauchen kam dann mit so doofen ARgumenten wie: Ihr seid doch schon drei, wo sollen wir denn einen vierten Hund unterbringen? Einfach lächerlich. Als echter Kavalier alter Schule würde ich der kleinen natürlich einen Platz in meinem Körbchen anbieten. Na ja, steter Tropfen höhlt den Stein – und ich werde natürlich weitermachen, meine Dosenöffner weich zu klopfen. Aber vielleicht kennt Ihr ja ganz ganz liebe Menschen, die einen ungewöhnlichen, goldigen Hund suchen und nicht unbedingt auf “junges Gemüse” stehen? Dann schickt sie doch mal bei der guten Roberta vorbei – mein Frauchen nennt sie schon Plutonia!

Alles Liebe und bis bald
Euer Pluto

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Pluto fährt ins (Ex)Regierungsviertel

13. März 2009

Hallo Freunde,

heute haben mein Frauchen und ich einen Ausflug nach Bad Godesberg gemacht. So wie in alten Zeiten. Heutzutage werde ich nicht mehr so gerne durch die Gegend gefahren wie früher – und das, obwohl ich im Auto eine rollende Liegewiese habe, die ganz doll gepolstert und ultrabequem ist. Aber das Ein- und Aussteigen ist schon ein wenig mühsam – vor allem für Frauchen, die dabei immer recht angestrengt tut. Pffffff….da wiegt man mal schlappe 30 Kilogrämmchen und schon tut sie, als sei man ein Elefant. Na ja. Ach ja, warum wir nach Bad G. gefahren sind: Ich hatte ein Date mit meinem Onkel Doc. Der hat meine Fortschritte kontrolliert und mich gelobt! Danach durfte ich noch ein wenig die internationale Presse in der Umgegend studieren – hier auf dem Land liest man ja immer das Gleiche. Da ist es doch vor der Praxis eines Tierarztes mit internationalem Klientel wahrlich viel interessanter: Habe eine Nachricht von Rex, einem Rhodesian Ridgeback gelesen, der sich darüber beklagte, dass er von seinem Frauchen jeden Tag Ölsardinen verabreicht bekommt. Die sollen das Fell schöner machen, schrieb er. Dann hat eine ganz entzückende junge Hundedame aus England (English Setter) am Baum gepostet, dass sie auf der Suche nach einem neuen Freund ist. Ujujuju…..da habe ich ihr doch gleich geantwortet: Rüstiger Pluto in den besten Jahren begleitet junge fesche Hundedamen gerne bei gemeinsamen Spaziergängen durch den Stadtpark. Späteres Leckerchenteilen nicht ausgeschlossen ;-) .

Na ja, als wir dann wieder nach Hause kamen, war alles wie immer: Max und Alice haben mich ganz neugierig beschnüffelt, als Lohn dafür, dass ich so superbrav war, hat mir Frauchen ein Brot mit der superleckeren Leberwurst unserer hiesigen Fleischboutique gemacht. Mjam.

So, Frauchen drängelt wieder uns schubst mich vom Rechner weg. Wäre ich eine Kröte, täte sie das sicher nicht, da würde ich von ihr auf Händen getragen. Und das ohne den “bist Du schwer”-Gesichtsausdruck. Na ja, die Welt ist halt unfair. Andererseits ist mir ein leckeres Leberwurstbrot und eine Kuschelrunde in meinem warmen, bequemen Körbchen allemal lieber, als von latexbehandschuhten Leuten aus einem Eimer geklaubt und über die Straße getragen zu werden!

Bis die Tage

Euer Pluto

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Sabueso Espanol News

12. März 2009

Liebe Leute,

wie die Zeit vergeht. Da ist doch glatt schon eine Woche vergangen, seit ich Euch über meine kleine Killer-Queen Kumpeline Alice berichtet habe. Nun, heute habe ich mal ein paar Minuten Zeit, um euch zu erzählen, was es so Neues gibt. Ich muss mich beeilen, denn mein Frauchen tappt schon mit den Fingern auf den Schreibtisch und sagt, ich soll mal “hinne” machen und mich beeilen. Pah, als Spanier kann ich diese preussische Hektik gar nicht verstehen.

Was gibt es Neues? Nun, mein Buch macht gute Fortschritte. Heute hat ja die Buchmesse in Leipzig begonnen, und ich denke, da wäre mein Jahrhundertwerk über die Erlebnisse eines charakterstarken Sabueso Espanol sicher der Renner gewesen.

Aber es gibt ja noch den Herbst – und damit die Buchmesse in Frankfurt.

Frauchen hat heute eine Bitte an mich gerichtet (und mir ein Leckerchen als Lohn versprochen): Sie meinte, dass ich Euch mal wieder darum bitten solle, für andere Vierpföter ein gutes und liebevolles Zuhause zu suchen.

Beispielsweise für den Rico aus Koblenz: Der arme Junge sitzt schon seit drei Jahren im Tierheim. Er ist ein Rottweiler-Mischling und hat – wenn man meinem Frauchen glauben darf – eine ganz unwiderstehliche Art. Bin schon fast eifersüchtig geworden, als sie so von ihm erzählt hat! Mein Frauchen hätte ihn am liebsten gleich ins Auto gepackt und mit nach Hause genommen. Leider ist Rico aber kein ganz unkomplizierter Hund – er würde am besten zu einer Einzelperson passen, die einen sehr treuen, intelligenten und gehorsamen Hund möchte und ihm die Zeit widmet, die dieser tolle Kerl verdient hat.

Vielleicht kennt Ihr ja jemanden, der ein Plätzchen – oder eher einen grooooßen Platz – auf dem Sofa für Rico hat?

So, muss mich gleich fertig machen, denn Frauchen fährt mit mir heute Nachmittag nach Bonn zu meinem Lieblings-Tierarzt.

Viele Grüße sendet Euch
Euer Pluto

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Mein Leben mit der Killer Queen

4. März 2009

Hallo Freunde,

puh, auf den Schrecken musste ich mir erst mal ein Schweineohr genehmigen. Da glaubt man, einen kleinen Hund genau zu kennen. Frisst sein Futter mehr oder minder einträchtig gemeinsam. Kuschelt mit den selben Menschen. Und dann…muss man rausfinden, dass man die ganze Zeit über mit einem psychopathischen Killer zusammengelebt hat. Oh, sorry, in der Aufregung habe ich ganz vergessen zu erwähnen, um wen es geht: Alice. Ja, Ihr habt richtig gelesen. Die kleine, süße, flauschige, kuschelige, goldene, unwiderstehlich guckende kleine Alice. Na ja, das ist sie zumindest im Haus. Doch heute hat sie ihre räuberischen Instinkte hemmungslos ausgelebt. Sie hat ein armes, kleines, Feldmäuschen gemeuchelt. Hinterrücks. Erbarmungslos. Vom Killerinstinkt getrieben. Unfassbar.

Klar, ich war in meiner Jugend auch kein Waisenknabe – habe so manches Wildschwein gestellt und so manchen Hasen in Angst und Schrecken versetzt. Aber ich bin kein Psycho-Killer.

Woher die Kleine das wohl hat? Ahhhhh da kommt mir ein Gedanke. Frauchen hat ihre blutrünstigen Krimis in ihrem Arbeitszimmer. Und dreimal dürft Ihr raten, wer sich dort oft unbeaufsichtigt aufhält: BINGO. Also, ich glaube, ich muss mein Frauchen mal schelten und ihr den Tipp geben, sich fortan nur Bücher von Rosamunde Pilcher und Nicholas Sparks zu kaufen….
Beim näheren Nachdenken lasse ich das aber besser doch, ich will ja meine Chancen auf meinen Mittwochsabend-Knochen nicht vermiesen.

Viele Grüße und bis bald

Euer Pluto

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