Archiv für November 2009

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Pluto auf dem Ägypten-Trip

29. November 2009

Liebe Kühlwalda,

ach wie schön zu lesen, dass mein literarisches und kulturwissenschaftliches Interesse von Dir so hoch geschätzt wird. Der Pluto gilt im eigenen Lande ja bekanntlich nichts, da muss ja erst mal so ein kleiner, gallischer – und oft genug galliger – dahergelaufener “Wiener Dog” daherkommen und einen auf dickes Fell machen. Während unsereiner zum Spazierengehen auf die “Rentnerrunde” geschickt wird, *humpf* hüpft er fröhlich an der Flexileine durch Wald und Flur und markiert MEIN Gebiet.

Na ja, ein Gutes hat der Seniorenstatus ja: Ich tue immer fein so, als höre ich nichts, das schützt mich davor so allerlei doofe Anordnungen durchzuführen, wie ‘Pluto komm her’ oder ‘Neeeeeeeiiiiin’. Und: Morgens bekomme ich immer mein exquisites Superfutter, magenschonend und aus edelsten Zutaten zubereitet, yes Ma’am!

Roukelchen bekommt dagegen die 08/15-Kost, hi hi. Übrigens: Ich habe mir gerade mal vorgestellt, wie Rouky als bandagierte Mumie aussehen würde: so ein wenig wie ‘Würstchen im Schlafrock’ würde ich sagen, harf harf. Na ja, Frauchen hat gerade ihren alten Verbandkasten aus dem Auto ausrangiert – und dreimal darfst Du raten was da drin ist: Bingo, jede Menge Pflaster, Mullbinden und all so ein Zeug. Darf ich vorstellen: Plutosis der Große, Meister-Einbalsamierer und zuverlässiger Wegbereiter ins Jenseits.

Bis denne

Plutosis I

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Plutos Planeten-Spezial: Was Alice mit den ollen Ägyptern gemein hat

27. November 2009

Hallo Kulturfans,

heute erwartet Euch hier auf dem Planeten Pluto ein wahrlich fellsträubender kultureller Exkurs, jawoll die Herren und Damen! Warum? Nun, ich habe entdeckt, dass wir Hunde nicht immer zu Stöckchenbringern, Sofasitzern und Herrchen-Anschmachtern degradiert worden sind. Beispielsweise im alten Rom war der edle Pluto – kein Wunder bei dem Namen – eine gefürchtete finstere Gottheit, seines Zeichens Herr der Unterwelt! Ploutos heißt übrigens so viel wie “Reichtum”. Jetzt weiß ich auch, warum mein Frauchen immer sagt, ich sei ihr großer Hunde-Schatz. Na ja, manchmal sagt sie auch “alter Sack” zu mir, wobei ich annehme, dass mit “alt” gereift und edel gemeint ist.

Und auch in Ägypten verehrte man Hunde über alle Maßen – da wäre zum Beispiel Anubis, der Totengott mit Hundekopf. Im Alltag galten wir als edle und sehr geliebte Kameraden – und keiner wäre je auf die Idee gekommen, uns ein Schleifchen ins Fell zu knoten. Igitt! Na ja, so eine Schmach hat man mir hier zu Hause zumindest erspart. Vielleicht dann doch ein wenig Rest-Respekt vor dem graueneinflößenden Höllenhund. Wenn *würg* Roukelchen an mir vorbeigeht, lasse ich mal gerne meine geballte Autorität raus, harf harf!

Warum ich heute an die Ägypter denken musste? Nun ja, Alice hat sich ihre kleine wollige Pfote verletzt und Frauchen war mit ihr bei unserem Lieblings-Tierarzt. Und der hat ihr zierliches Pfötchen mit allerlei Binden zugewickelt, so dass dieses aussah wie ein Teil einer Mumie. Und, ohne indiskret sein zu wollen – derzeit müffelt sie auch ein wenig wie eine Mumie, ich denke, es ist mal wieder Zeit, dass die Gute ein Bad nimmt! Na ja, es kann halt nicht jeder so ein delikates Aroma verströmen wie meine Wenigkeit!

Als dann – bis die Tage! Euer Bildungssender vom Planeten Pluto

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Pluto-News von der Krötenfront

16. November 2009

Hi Fans,

hier ist wieder Euer Lieblings-Sabueso Pluto. Als ich heute die Gunst der Stunde ausnutzte – Frauchen musste mal eben weg um für uns Leckerchen zu kaufen – habe ich mich durch meinen Blog geklickt. Und dabei gesehen, dass ich ja bereits vor mehr als einem halben Jahr etwas über die Krötenlehre, sprich, die Ursachen für die Krise, geschrieben habe. Aber bin ich für mein bahnbrechendes Werk belohnt worden? Steht das Nobelpreis-Kommittee bei mir vorm Körbchen, um mich mit Ehrungen zu überhäufen? Natürlich nicht. Die zeichnen ja nur Menschen aus, das hat mir mein Frauchen dann erklärt. Ein ganz klarer Fall von Diskriminierung, kann ich da nur sagen.
Dabei stimmt das, was ich zur Krötenkrise geschrieben habe, doch ganz genau. Und die Kunstfellträger in ihrem maßgeschneiderten Zwirn sind wieder keck wie immer, treten wieder auf wie King Koks und Co. Das erinnert mich ein bisschen an meinen neuen Mitbewohner: Rouky – oder wie ihn mein Frauchen ab und zu auch nennt ‘Roukelchen’ (würg) – wäre ein exzellenter Investmentbanker. Große Klappe, wenig Substanz und Angriff als beste Verteidgung verstehen. Gierig schlingen und viel Sch*** produzieren, und sich bei den Entscheidungsträgern des Rudels mächtig einschleimen. Das hat er bestens drauf. Na ja, vielleicht sollten wir ihn ja bei einer Bank einschleusen? Vielleicht könnte er ja dann mal ein paar Euronenscheine mitbringen!
Einen menschlichen Tarnnamen hätte ich ja auch schon für ihn: Jupp Dackelmann.
Okay Freunde, Frauchen ist wieder da und nervt, ich solle doch mal hinne machen. Daher war es das für heute mit Euren Pluto News.

Bis denne
Euer Pluto

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Pluto News aus der Web 2.0-Welt: Woher das Prinzip User generated content eigentlich kommt

5. November 2009

Hi Fans,
schon viel zu lange ist es her, dass ich Euch mit News vom Planet Pluto versorgt habe. Der Grund: Mal wieder mein Frauchen. Die hockt nämlich den ganzen Tag vor der Kiste, brabbelt unverständliches Zeug vor sich hin so wie “Twittah” oder “Fehsbuck”, “Jutjubb” oder all so einen komischen Kram. Als ich sie dann fragte, was das zu bedeuten habe, meinte sie: Pluto, das ist das Ende des Journalismus – User generated content. Das ist, wenn viele Leute ihre Sachen für lau an die Verlage schicken und ins Netz stellen, nur weil sie sich darüber freuen, ihren Namen mal veröffentlicht zu sehen.

Na ja, das Ganze ist im Prinzip ja auch nicht wirklich neu: Das machen wir Hunde ja schon seit langem. Freilich nicht, um irgendwelche Unternehmen mit kostenlosen Inhalten zu füttern, sondern um unsere hündische Mitgemeinde mit Infos zu versorgen. Und so weiß ich bei meinen Gassirunden stets, was meine Kollegen so während des Tages gefuttert, getrunken und ansonsten getan haben. Die hündische Variante der Zeitung halt. Erhältlich an allen Bäumen, Laternenmasten und allerlei interssanten Stellen, für umsonst, gratis, kostenlos, quasi geschenkt. Na, wenn das mal nicht user generated dingsda ist!

Aber das sage ich Frauchen besser mal nicht – die ist sowieso schon recht übellaunig drauf heute. Ach ja, der Frechling hat sich hier ganz schön breit gemacht. Es fehlt nur noch, dass er aus meiner Schüssel futtern will, der mickrige kleine Hundling! Aber so weit ist es auf dem Planeten Pluto zum Glück noch lange nicht. Vive la Plutolucion!

Bis dann
Euer Commandante Pluto

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