Archiv für Januar 2011

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Ein Sabueso im Himmel: Neues von Wolke 11a

28. Januar 2011

Liebe Fans,

das Wochenende ist fast da – ja, auch hier oben gibt es so was – und ich kann mich ein wenig von der anstrengenden Woche erholen. Hatte diese Woche Ambrosia-Dienst und musste jedem im Quadranten 1plus seine Ration austeilen. Hier oben wird immer nach Hunderasse eingeteilt, und da es nur wenige Sabueso Espanol gibt, müssen die vorhandenen eben kräftig rotieren. Da haben es Schäferhunde und Jack Russell Terrier schon leichter, die rücken immer mit einer riesigen Meute an und sind dann Ruckzuck fertig, während unsereiner dann schon ganz schön in Wallung gerät – Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie viele Hundekollegen hier oben auf den Wolken sitzen.

Meine Güte, welche Tischmanieren doch so manche meiner Artgenossen haben! Unglaublich. Besonders der fiese Schäferhund von Wolke 13c, über den ich bereits in einem vorherigen Beitrag berichtet habe, ist nicht unbedingt ein Meister in Sachen Stil und Etikette. Aber der spricht ja auch ganz seltsam, statt “Wau” sagt der so was, was sich wie “Boah” anhört. Fehlt nur noch das “ey”.

Da lobe ich mir doch meine beiden Mitbewohnerinnen, die ganz zierlich und ohne hörbare Schmatzgeräusche ihr Ambrosia verzehren.

Habe neulich gehört, wie mein Frauchen sich lobend über den Bloodhound ausgelassen hat. Na ja, die Kollegen gehören zu meiner erweiterten Sabueso-Familie, deshalb kann ich das schon verstehen. Unwiderstehlicher Blick, wunderschöne lange Ohren und ein stoisches Wesen – könnte glatt eine Beschreibung des Sabueso sein, in diesem Falle aber eben des Bloodhound. Und ein “Geläut”, das dem des Sabueso in kaum etwas nachsteht. Natürlich ist das Sabueso-Geläut noch einen Tick melodischer! Daher kann ich gar nicht verstehen, warum Frauchen immer so gequält geschaut hat, wenn ich beim Sonntagmorgen-Spaziergang um halb acht mein liebliches Stimmchen läuten ließ. Sie hat dann immer solche Sachen gezischt wie “Pluto, die Leute schlafen noch!”. Aber hat mich das beeindruckt? No, Ma’am. Natürlich nicht. Was juckt’s den spanischen Sabueso, wenn der Nachbar sich an ihm stört? Selbst schuld, wenn die ein Gehör haben, das nicht auf den Klang unserer wunderschönen Stimmen eingestellt hat. Oder hat sich etwa schon mal jemand darüber beschwert, wenn mein Landsmann Placido Domingo seine Stimme erschallen lässt? Im Gegenteil, der kriegt dafür noch mächtig Kohle und die Menschen lieben ihn. Muss mal mit dem himmlischen Konzertmeister hier oben reden, ob wir nicht mal einen Chor zusammenstellen können. Harfenspieler gibt’s hier ja zuhauf, die können uns dann begleiten. Was wir dann singen werden? Keine Frage: Die himmlische Version meines Lieblingslieds “Who let the Dogs out” natürlich!

So, hinter mir drängelt mal wieder ein Kollege, der auch gerne an die virtuellen Tasten möchte. Heute ist es ein dicker Dackel, der keine besonders ausgeprägte Geduld hat. Ich sage immer zu ihm “Chill it. Wir haben hier oben doch jede Menge Zeit”. Doch der “Wiener Dog” will das einfach nicht verstehen, seufz. Na ja, ich begebe mich so bald wie möglich wieder ans Werk, bis dann
Euer Lieblings-Sabueso Pluto

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Sabueso Espanol: Charakterhund mit viel Herz

23. Januar 2011

Hallo Fans,

neulich gab es beim griechischen Abend hier oben die “Ambrosia”-Flatrate. Muss mich erst mal davon erholen. Das ist quasi das himmlische Äquivalent zur “Leberwurst-Flatrate” bei meiner alten Familie. Nun, heute ist hier Ruhetag, Sonntach halt eben. Da ist alles ein bisschen ruhiger und meine Kollegen und ich hängen ein wenig rum um uns fürs Harfespielen und auf der Wolke sitzen in der kommenden Woche fit zu machen. Zugegeben: Das mag sich jetzt mal nicht so superstressig anhören. Aber habt Ihr schon mal probiert, ohne Pfoten Harfe zu spielen? Gar nicht so einfach, das kann ich Euch sagen. Und das, obwohl ich ja ein echter Feinmotoriker bin!

Ach ja, was wollte ich Euch heute berichten? Von hier aus kann ich ja auch im Internet nachschauen, was gerade so geschrieben wird. Und da ist mir doch glatt mein edler Kamm geschwollen. Und zwar mächtig. Da haben irgendwelche Leute doch in einem Forum zum Thema Sabueso Espanol geschrieben, wie mächtig gefährlich und unnahbar meine Kollegen und ich doch sind. Selten so gelacht. Auszug: “der Sabueso Espanol sollte mit Kindern und fremden Hunden nur mit Vorsicht zusammengebracht werden”. Da darf ich doch nur den von meinem Frauchen geschätzten Kabarettisten Dieter Nuhr zitieren: “Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten.” Die hat sogar ein Original-T-Shirt, auf dem dieser Spruch steht. Doch das ist ein ganz anderes Thema. Zurück zum Sabueso: Obwohl wir Sabuesos Jagdhunde sind, haben wir doch ein stoisches und edles Wesen. Klar, dass es da auch mal den einen oder anderen Psychodog gibt – aber im Allgemeinen sind wir sehr sehr liebenswerte und flexible Zeitgenossen, dafür bin ich doch das beste Beispiel. Mein Frauchen hat immer gesagt, dass sie keinen einzigen Tag bereut hat, mich bei sich aufgenommen zu haben. Und das spricht ja wohl Bände. Na ja, sie hat ja auch einen Psychopathen wie den Roukelmeyer aufgenommen, aber das fällt ja wohl eher in die Kategorie “Artenschutz”. Also: Wenn Ihr darüber nachdenkt, einen Hausgenossen Marke Sabueso Espanol aufzunehmen, nehmt ruhig mit mir oder meinem Frauchen Kontakt auf. Die können euch sagen, was für tolle Hunde wir sind. WARNUNG: Wer Stöckchenholer, Sitz-Platz-Aus-Hunde oder Schmusebären sucht, ist bei einem Sabueso Espanol nicht an der richtigen Adresse. Was Ihr dafür bekommt? Einen Hund mit gaaaanz viel Charakter, Treue und dem schmelzendsten Blick, den Ihr Euch vorstellen könnt.

So, gleich gibt’s hier den Nachmittagskaffee. @Frauchen: Vielleicht kannst Du ja ein paar selbstgemachte Kekse hier hochschmuggeln? Mit vieeeeel Leberwurst!

Bis die Tage
Euer Pluto

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Ein Sabueso Espanol im Himmel: Griechischer Abend in den Wolken

19. Januar 2011

Hallo Fans,

heute habe ich mal wieder die Gelegenheit, die himmlischen Tasten zu bedienen und Euch auf dem Laufenden zu halten. Ausnahmsweise mal ohne drängelnde Dackel, sture Schäferhunde oder rotzfreche Rottweiler. Denn heute ist hier “griechischer Abend”. Also im Klartext: Nektar und Ambrosia satt. Mir wären Leberwurst und Frauchens selbstgebackene Hundekekse vieeel lieber. Aber ich werde ja nicht gefragt. Werde mal einen Verbesserungsvorschlag ans “Celestial Catering” schicken. Vielleicht lässt sich ja doch was machen.

Habe mal wieder zu meiner alten Familie runtergeschaut. Frauchen hatte heute wieder DIESEN Blick. Den Blick, den sie auch hatte, als sie Alice im Internet gesehen hat. Na ja, ein paar Tage später saß die kleine italienische Maus dann auf unserem Sofa. Sie ist cool, von daher war das ganz okay. Anders als gewisse andere Hunde, grumpfel. Aber was wollte ich sagen? Ach ja. Sie hat im Tierheim Colmar in der Rubrik “Oldies” eine Bassetdame gesehen. Ich hörte nur ein “ist die süß. Die hat ja einen richtig plutesken Blick”. Stimmt, die Kleine ist wirklich niedlich. Nicht so recht geschmeichelt hat mir dann aber die folgende Aussage: “Die hat ja ein Wammerl. Und ein kleines molliges Bäuchlein mit Falten. Ganz so wie mein süßer Pluto.” Na ja, das süß lasse ich grade mal so durchgehen. Aber Wammerl? Und molliges Bäuchlein? Pah!!! Ich war eben ein gestandener Hundemann mit den dazugehörigen Attributen. Nie werde ich Frauchens gespielt gequälte Blicke vergessen, wenn Sie meinen Luxuskörper ins Auto gehoben hat. Schlappe 32 Kilo! Na ja, die Menschen sind auch nichts mehr gewöhnt.

Das süße Bassetmädchen heißt übrigens Twinny und wohnte bis vor kurzem bei ihrem behinderten Frauchen. Das ist jetzt leider so krank, dass sie sich nicht mehr um die Kleine kümmern kann. Vielleicht kennt Ihr ja jemanden, der einen warmen und weichen Sofaplatz für meine Seelenverwandte hat? Sonst sehe ich es ja schon kommen, dass Frauchen sich auf den Weg ins Elsass macht und die Gute in die Eifel holt. Aber da ist ja bekanntlich das Roukelmonster. Und das wollt ihr der kleinen Bassetine doch bestimmt nicht antun????? Ich sage nur “Psychodog”!

So, gehe jetzt doch noch eine Runde Nektar und Ambrosia fassen – bis die Tage
Euer Pluto

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Sabueso Espanol News from Heaven: Pluto und die Pudeldamen

9. Januar 2011

Hallo Fans,

entschuldigt, dass sich Euer himmlischer Sabueso Espanol Pluto erst jetzt meldet. Sorry, Kühlwalda, aber wie ich ja in meinem letzten Post berichtet habe, gibt es hier durchaus auch bürokratische Strukturen. Also nix mit “nach Hause telefonieren” wann es mir passt. Denn da stehen ja immer eine ganze Menge anderer vor der himmlischen Kommunikationsleitung an, die auch mit ihren Lieben Kontakt aufnehmen wollen.

Nun, zum Glück habe ich hier ja gute Gesellschaft. Auf meiner Wolke wohnen zwei sehr bezaubernde Pudeldamen – Chantal und Jaqueline. Ein kleiner Wermutstropfen hingegen ist der prollige Schäferhund von Wolke 13c, der den beiden schöne Augen macht. Zum Glück hat der aber keinerlei Chancen bei meinen Schönheiten (der nennt sie doch tatsächlich Schantall und Jakkeline, augenroll!). Und das mit ausgeprägtem Proll-Akzent. Von meiner charmanten spanisch-rheinischen Aussprache hingegen sind die beiden hingerissen und kleben förmlich an meinen zarten Sabueso-Lippen, wenn ich etwas Geistreiches von mir gebe. Was natürlich – wer mich kennt, weiß das – sehr oft der Fall ist. Ob Wirtschaftskrise, hormonell überdrehte Dackel oder das alte Ägypten – als echter “Renaissance-Sabueso” kenne ich mich natürlich in ganz vielen Dingen gut aus und kann eloquent darüber referieren.

Habe heute mal wieder einen Blick in meine Familie geworfen. Die sind jetzt zu siebt. Nein, ich habe keinen “Nachfolger” – denn es kann ja bekanntlich nur einen Pluto geben. Dabei wäre ich Frauchen und Herrchen ja auch nicht böse, wenn sie sich wieder einen Sabueso Espanol aufs Sofa setzen würden. Denn das könnte ja ein Sohn oder gar ein Enkel oder Urenkel von mir sein. Daher schauen sie auch schon mal in die diversen spanischen Tierheime und gucken, ob sie einen Sabueso Espanol mit “Pluto Blick” finden.

Was ich aber eigentlich meinte: Neben Herrchen und Frauchen, Max, Alice und dem kleinen Roukymonster leben jetzt auch ein Mini-Gummihuhn und ein stacheliges rosa Bällchen dort. Wem die gehören? Dreimal dürft Ihr raten. Wer ist denn nicht gerade ein Gehirnchirurg, dafür aber recht dreist und besitzergreifend? Ein Tipp: Es sind NICHT Herrchen, Frauchen, Max und Alice. Da bleibt ja nur einer übrig: Grumpfel. Der Typ sitzt oder liegt den ganzen Tag auf seinen Spielsachen und bewacht sie eifersüchtig. Schnullert sie dauernd ab – bäh! Das einzige, was ich gerne abgeschnullert habe, waren ja Schweineohren & Co. Die haben zumindest geschmeckt!

So, hinter mir drängelt bereits ein Setter und sagt mir, ich soll gefälligst mal “hinne” machen. Hört der ewige Stress denn auch im Himmel nicht auf? Schließlich haben wir hier doch vieeeel Zeit. Na ja, ich melde mich bald wieder bei Euch
Euer

Lieblings Sabueso Espanol Pluto

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